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Lexikon

Lexikon Haut & Hauterkrankungen
Als besonderen Service bieten wir Ihnen hier dieses kleine Lexikon an, in dem Sie sich schon vorab über wichtige Hauterkrankungen informieren können.

Auch hier gilt: Jedes noch so gute Lexikon kann den Blick des Fachmannes oder der Fachfrau nicht ersetzen. Sollten Sie sich einer Sache nicht sicher sein, fragen Sie hierzu die behandelnden Hautärzte.


Akne
  • Akne ist eine Erkrankung der Talgdrüsen in der Haut mit unterschiedlichen Ursachen und in unterschiedlichen Ausprägungsstufen. Im allgemeinen kommt es durch eine vermehrte Talgproduktion zur Verstopfung und Entzündung der Talgdrüsen. Wichtigste Erkrankungsform ist die Akne vulgaris in der Pubertät.
Allergie
  • Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen. Am wichtigsten in der Dermatologie sind die Reaktionen vom Typ I (Soforttyp) und vom Typ IV (verzögerter Typ). Typ-I-Reaktionen sind häufig auf Pflanzenpollen, Haustaubmilben, Tierhaare, Schimmelpilze oder Insektengift, an der Haut kommt es zur Quaddelbildung, oft kommt es auch zur Beteiligung von Augen, Nase und Atemwegen. Typ-IV-Reaktionen sind z.B. Reaktionen auf Metalle, Salbeninhaltsstoffe oder Chemikalien, hier kommt es erst nach Stunden bis Tagen zu einem allergischen Kontaktekzem.
Alopezie
  • Haarausfall bis hin zur Haarlosigkeit, häufig erworben.
Altersflecke
  • auch Lentigo senilis: Pigmentvermehrung in der alternden Haut, v.a. an lichtexponierten Stellen.
Alterswarze
  • auch Verruca senilis oder seborrhoica: gelblich bis schwärzliches, im Alter auftretendes, harmloses Hautgebilde.
Angiom
  • Sammelbegriff für gutartige Neubildungen der Hautgefäße, wichtige Gruppen sind die teleangiektatischen Angiome, die kavernösen Angiome und die kapillären Angiome
Aphthen
  • entzündliche, schmerzhafte Schleimhautveränderungen im Mund oder auch an den Geschlechtsorganen, die im Mund als weißliche Flecken mit entzündlichem Randsaum in Erscheinung treten
Basaliom
  • häufigster bösartiger Tumor der Haut. Da das Basaliom keine Tochter- geschwülste (Metastasen) bildet, wird es auch als "halb-bösartig" (semimaligne) bezeichnet. Das Basaliom befällt v.a. Patienten im hohen Lebensalter und tritt am häufigsten im Gesicht auf. Gefährlich wird es durch seine Tendenz, in hautnahe Körperhöhlen (z.B. Nasenhöhle, Nebenhöhlen oder Schädelhöhle) einzudringen.
Beinulzera
  • auch Ulcera cruris. Bei unzureichender venöser Versorgung des Beines werden schädliche Abbauprodukte nicht mehr aus dem Gewebe entfernt, so dass es zur Hautschädigung und Geschwürbildung kommt ("offenes Bein"). Durch intensive Kompressionsbehandlung erreicht man, dass die Schadstoffe aus dem Gewebe transportiert werden und das Geschwür abheilt.
Ekzem
  • Unter Ekzem versteht man eine Hautentzündung, die unterschiedlichste Ursachen hat. Hauptgruppen sind das allergische Kontaktekzem, das toxische Kontaktekzem und die atopische Dermatitis, auch Neurodermitis. Wichtiges Kennzeichen der meisten Ekzeme ist die Hautrötung, durch die Störung der Hautfunktionen kann es zur Besiedlung mit Bakterien kommen. Allergische Kontaktekzeme entstehen aufgrund einer Überempfindlichkeit des Immunsystems (Allergie), die toxischen Kontaktekzeme hingegen nach Kontakt mit generell giftigen Stoffen.
Exanthem
  • Ein Exanthem ist eine großflächige Rötung der Haut, die z.B. bei den sog. Kinderkrankheiten (Röteln, Masern, Scharlach), aber auch als Reaktion auf einige Arzneimitel auftritt.
Fibrom
  • Eine gutartige Geschwulst aus Bindegewebe. Häufig ist z.B. das sog. Fibroma pendulans, eine kleine, fadenartige Hautneubildung, oft an der Hals- und Nackenhaut.
Gürtelrose
  • auch Herpes zoster. Eine Gürtelrose entsteht nach einer durchgemachten Infektion mit dem sog. Varizella-zoster-Virus, das bei der ersten Infektion die Windpocken hervorruft. Bei Schwächung des Immunsystems (z.B. Stress, Krankheiten) kann diese Infektion wieder ausbrechen und befällt dann das Versorgungsgebietes eines Hirn- oder Rückenmarksnerven. Deswegen ist auch die Verteilung auf ein bestimmtes Hautgebiet sehr typisch für die Gürtelrose. Im Verlauf der Erkrankung bilden sich Bläschen, die später aufplatzen und abheilen. Außerdem kann es zu starken, sogenannten neuralgiformen Schmerzen kommen
Hämorrhoiden
  • Ausweitungen der Gefäße am Darmausgang, die je nach Ausprägung zu Juckreiz oder Schmerzen beim Stuhlgang führen.
Hautkrebs
  • Hautkrebs ist die Oberbezeichnung für alle bösartigen Tumoren der Haut und ihrer Anhangsgebilde. Wichtige Formen des Hautkrebs sind das Basaliom, das Maligne Melanom und das Plattenepithelkarzinom. Ferner gibt es noch Lymphome (Neubildungen des Lymphgewebes) und Sarkome (bösartige Tumoren des Bindegewebes), die die Haut befallen können.
Herpes
  • auch Herpes simplex. Eine weit verbreitete, oft harmlose Erkrankung entweder des Mundes (Typ 1) oder der Geschlechtsorgane (Typ 2), die zu unangenehmen, juckenden und schmerzenden Bläschen führt, die aber oft spontan wieder abheilen.
Knötchenflechte
  • auch Lichen ruber planus. Es kommt zur Bildung stark juckender Knötchen auf der Haut, die stellenweise auch von weißen Linien durchzogen werden, ein Kennzeichen für die dort stattfindende Verdickung der Haut. Ausheilung oft nach 1-2 Jahren.
Lupus erythematodes
  • Der Lupus erythematodes ist eine Hauterkrankung rheumatischer Genese. Er wird durch körpereigene Antikörper erzeugt, die die Gewebe des Körpers schädigen. Der LE kommt in unterschiedlichen Verlaufsformen vor. Beim chronisch-diskoiden LE haben die Patienten wenig Beschwerden, es kommt zur Ausbildung von stark verhornten, geröteten Herden, v.a. im Gesicht und an den Händen. Bei der eher seltenen subakut-cutanen Verlaufsform bietet sich ein der Schuppenflechte ähnliches Bild. Der akute systemische LE ist eine schwere Erkrankung, die von Gelenkentzündungen, Muskelschmerzen oder sogar von Rippenfellentzündungen begleitet wird. Hier zeigen sich charakteristische Hautveränderungen, wie z.B. eine schmetterlingsförmige Rötung des Gesichts, aber auch andere Hautveränderungen können auftreten.
Malignes Melanom
  • Der bösartigste Hautkrebs überhaupt. Es handelt sich beim malignen Melanom um eine Neubildung der Pigmentzellen der Haut (Melanozyten), die sich sehr schnell auch in andere Organe verteilen kann (Metastasierung). Typisch sind schwarze oder dunkelbraune Hautflecken. Eine Einschätzung der Flecken kann man bereits schon zu Hause vornehmen, nach der sog. ABCD-Regel:

    A wie Asymmetrie
    Gutartig: rund, Bösartig: ungleichmäßig

    B wie Begrenzung
    Gutartig: scharf, Bösartig: unscharf

    C wie Colorit
    Gutartig: hell- bis mittelbraun, Bösartig: dunkelbraun, schwarz,
    aber auch andere Farben

    D wie Durchmesser

    Gutartig: bleibt, Bösartig: wächst


    Wichtig: Bei jedem auffällig veränderten Muttermal sofort den Hautarzt / die Hautärztin aufsuchen!

Naevus
  • Gutartige Neubildungen der Pigmentzellen, die aber bei entsprechenden Auffälligkeiten (sog. atypischer Naevus) entfernt wird, ehe sie sich zu einem malignen Melanom entwickelt.
Neurodermitis
  • auch atopische Dermatitis. Eine ekzematische Hauterkrankung oft unbekannter Ursache, Zusammenhänge bestehen aber oft mit Allergien. Die Erkrankung bricht oft schon im Kleinkindesalter aus und äußert sich bereits dann durch starken Juckreiz, Schuppung und Rötung der Haut sowie Nässen und Krustenbildung (sog. Milchschorf). Später leiden die Betroffenen v.a. unter den Hautveränderungen wie trockene und harte Haut. Nach dem 30. Lebensjahr ist sie eher selten.
Pilzerkrankungen
  • Viele Krankheiten der Haut werden von Pilzen verursacht. Häufigster Erreger sind dabei die sog. Dermatophyten, seltener, aber dafür ernsthafter sind Erkrankungen mit Hefen (z.B. Candida) und Schimmelpilzen (z.B. Aspergillus). Pilzerkrankungen entstehen auf eher feuchten Hautgebieten, z.B. zwischen den Zehen oder in der Leiste.
Plattenepithelkarzinom
  • Eine bösartige Neubildung der Hautzellen. Wie auch das Basaliom, tritt auch das Plattenepithelkarzinom oder Spinaliom vor allem im hohen Lebensalter auf, kann aber im Unterschied zu diesem auch Tochtergeschwulste (Metastasen) bilden.
Prurigo
  • Eine stark juckende Hauterkrankung. Auf der Haut bilden sich kleine, bis zu 5mm große Knötchen, die oft so stark jucken, dass sie aufgekratzt werden. Die Ursachen sind sehr unterschiedlich.
Psoriasis vulgaris
  • auch Schuppenflechte. Eine überschießende Hautneubildung, die Hautzellen erneuern sich wesentlich schneller, als nötig ist. Die überschüssigen Hornschuppen sammeln sich oft an entzündlichen Herden und werden schließlich abgestoßen. Die Schuppenflechte kann sehr stark jucken, führt aber auch wegen des Aussehens der betroffenen Haut zu einem großen Leidensdruck der befallenen Patienten.
Sklerodermie
  • Wie auch der Lupus erythematodes, so ist auch die Sklerodermie eine Krankheit, bei der das körpereigene Immunsystem Antikörper produziert, die dem Körper Schaden zufügen. Die Antikörper bei Sklerodermie richten sich gegen das kollagene Bindegewebe, das u.a. auch die Haut unterstützt. Es kommt erst zur Überproduktion und dann zur Schrumpfung des kollagenen Bindegewebes, so dass zum Schluss verhärtete Stellen in der Haut, aber auch z.B. an Muskelsehnen vorliegen. Von der Sklerodermie gibt es eine eher auf einzelne Hautstellen lokalisierte Form (Morphäa), aber auch eine ernstere, auf andere Organsysteme ausgebreitete Form, die oft einer Krankenhausbehandlung bedarf.
Urtikaria
  • sog.Nesselsucht. Relativ schnelle Bildung von roten, oft stark juckenden Quaddeln auf der Haut, die relativ schnell, oft nach wenigen Stunden, wieder verschwinden. Oft Folge einer Allergie.
Varizen
  • auch Krampfadern. Durch Anlage bedingt oder auch durch Verschluss oder Insuffizienz der tiefen Beinvenen kommt es zur Aussackung von Venen. Diese können sehr klein innerhalb der Haut liegen (sog. "Besenreißervarizen"), aber auch größer sein und dann wichtige Hautvenen betreffen. Normalerweise machen Varizen keine oder nur wenig Beschwerden. Sie sind aber kosmetisch störend und können zudem durch chronische Veneninsuffizienz zu Beinulzera führen.
Warze
  • auch Verruca vulgaris. Die Warze ist eine Hautkrankheit, die durch Infektion mit dem Humanen-Papilloma-Virus (HPV) auftritt. Normalerweise bilden sich kleine Knötchen oder auch nur flache Erhebungen an den Händen, auf den Fußsohlen (Verruca plantaris) oder auch im Gesicht (Verrucae planae juveniles). Werden die Schleimhäute, v.a. die Schleimhäute des Afters oder der Genitalorgane, betroffen, bilden sich die sogenannten Feigwarzen (Condylomata acuminata), die wesentlich schwerere Verlaufsformen nehmen können und auch schwerer zu behandeln sind.
Windpocken
  • auch Varizellen. Diese Hauterkrankung, die v.a. bei Kindern auftritt, ist die erste Erscheinung einer Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus. Es kommt zur Ausbildung von kleinen, juckenden Bläschen am ganzen Körper, die dann nach einiger Zeit eintrocknen, verkrusten und schließlich abfallen. Durch den heftigen Juckreiz werden die Bläschen oft aufgekratzt, wodurch eine Vernarbung droht. Das Virus verlässt nach durchgemachter Infektion den Körper nicht, sondern bleibt in Ansammlungen von Nervenzellkernen(Ganglien) in der Nähe vom Rückenmark oder Gehirn inaktiviert zurück. Wird es dann wieder reaktiviert, kommt es zur Ausbildung der Gürtelrose (Herpes zoster).
Wundrose
  • auch Erysipel. Entzündung der Haut mit Bakterien (Streptokokken), die sich in den Lymphbahnen weiter ausbreiten, meistens liegt die Eintrittsstelle an einer Verletzung der Haut. Es kommt zur Rötung und Schwellung der Haut, begleitet von hohem Fieber und Schüttelfrost.
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